carolin wachter

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Iglu Draußen und Drinnen Die Arbeit stellt sich mir zunächst als ein geschlossener Körper im Raum dar, der umrundet werden muss, um ganz gesehen zu werden. Geprägt von der Spannung zwischen Draußen und Drinnen, zwischen Distanz und Nähe, zwischen strahlender Klarheit und dunklem Geheimnis, zwischen Konstrukt und Poesie. Erkennbar eine Konstruktion. Ein Ding wie es Bruno Latour versteht: Das Menschliche lässt sich ja nicht erfassen und retten, wenn man ihm nicht jene andere Hälfte seiner selbst zurückgibt: den Anteil der Dinge. Das Material Porzellan, bereits an sich künstlich hergestellt und mit der Hand geformt, bildet einen Raum im Raum. Der konstruierte Raum spielt mit der Vorstellung der Makellosigkeit, mit Reinheit, Unverwundbarkeit und handelt von der Vergänglichkeit des Natürlichen. Um Handlung, nicht Darstellung geht es. Um Handeln im Paradox, in scheinbaren Widersprüchen: zwischen der Autonomie des Werkes und konzeptionellen Wahrnehmungsstrategien, zwischen dem Ausdruck des Natürlichen und seiner Vermittlung durch Konstruktionen, zwischen kulturellen und künstlerischen Überlieferungen und unmittelbarer Gegenwart, zwischen Sein und Vergänglichkeit. Ohne Pathos riskiert es diese Arbeit schön zu sein und damit die Frage nach dem Schönen in der zeitgenössischen Kunst zu stellen. Das ist eine Besonderheit. Hans Joachim Ruckhäberle
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